Montag, 8. Januar 2018

29. KSW Meine Ergebnisse

Meine erste KSW!

Diese bereits 29. KSW wurde von Julia von Juliespunkt ausgerichtet. Bereits beim Melden um die Teilnahme hatte ich eine Idee, was ich mit dem Stoffstück machen würde - egal, wie es aussieht. Als ich dann tatsächlich ausgelost wurde, war meine Freude riesengroß!
Ich hatte dann schon mal das Schnittmuster hergesucht: die Geldbörse "Wildspitz".  Nach dem das Stoffstück dann bei mir ankam, habe ich mich nochmals riesig gefreut, denn durch die Bordüre passt der Stoff optimal zur Geldbörse. Auf den kommenden Fotos sieht das Portemonnaie etwas schief aus, was aber nicht ist.

Die Geldbörse hatte ich vor Jahren schon mal genäht, allerdings in der kleineren Version. Dieses Mal habe ich mich an den Vlieseline-Vorschlag gehalten und bin rundum zufrieden mit der Stabilität. Wie gehabt enthält das Portemonnaie zahlreiche Kartenfächer und zwei Reißverschlussfächer, eines davon für Münzgeld.

Ich gebe zu, den Stoff hätte ich mir nie gekauft. Häßlich ist er nicht, aber pink/rosa ist einfach nicht meine Farbe. Dennoch habe ich Stoffe in genau diesen Tönen, die sich sehr gut mit dem von Juliespunkt kombinieren lassen. Als kleinen Kontrast habe ich einen blauen Zipper verwendet und bei dieser Wildspitz ein Steckschloss. Das lässt sich wesentlich leichter öffnen, als ein Druckknopf in den ersten Tagen. Die Geldbörse ist seit einigen Tagen im Einsatz und sie gefällt mir sehr gut.

Das Stoffstück war nicht ganz ein Fatquarter, aber es war noch genug übrig, um drei weitere Kleinigkeiten daraus zu nähen. Nach der Wildspitz habe ich noch eine Geldbörse genäht. Während die Wildspitz mehr für die Handtasche ist, passt dieser Geldbeutel in die Hosentasche! Hier habe ich mich an die Anleitung von Congabären gehalten und den "Kleiner Geldbeutel" kreiert.
Ihn habe ich bereits in einer anderen Farbe, was mich aber nicht davon abgehalten hat, den Geldbeutel noch mal zu nähen. Allerdings habe ich auf den Reißverschluss im mittleren Teil verzichtet. Das ist mir aufgrund der Mini-Größe zu fummelig, um Kleingeld herauszuholen. Mal sehen, ob sich diese Version im Alltag bewährt.

Schon lange liegt die Anleitung für das "Chiptäschchen 2.0" von "Kinderleichtundschoen"  zur Bearbeitung in meinem Stapel. Hier ist ein Stück Stoff in der Größe von 6,5 cm x 26,5 cm ausreichend sowie ein Stückchen Webband und ein Druckknopf.

Da nun immer noch etwas vom Julias Stoff übrig war und ich meine rosa/pinken Stoffe weiter reduzieren wollte, habe ich noch die "Penaali" von Näähglück genäht. Für einen stärkeren Kontrast war dann doch nicht genug von Julias Stück vorhanden. Macht aber nichts, es ging ja auch anders. Die Idee zur Penaali kam mir im Kino! Sophie hatte die Penaali in ihren Online-Adventskalender 2017 versteckt und zwar kurz bevor wir im Kino waren. Dort holten wir die 3D-Brillen aus den Tüten und schon war die Verwendung klar. Die Tüten sind zwar noch in Ordnung, aber nicht schön. Also wandern unsere Brillen jetzt immer in die Penaali. Evtl. werde ich noch mehr Penaalis machen, damit die Kinder sich nicht immer streiten, wem welche Brille gehört.





Das war nun aber wirklich eine kreative Stoffverwertung, bei der nichts übrig geblieben ist! Hier sind noch mal alle Teile zusammen zu sehen:


 

Nochmals einen herzliches Dankeschön an Julia, dass ich dabei sein durfte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.   

Freitag, 22. Dezember 2017

KSW 29 Teaser

Ein Einblick in den KSW 29

Selbst für Erwachsene ist es toll zu gewinnen ... auch wenn es Stoff ist, den jemand anders nicht verwenden möchte 😀.

So ging es mir, als ich den Aufruf von Julia von Juliespunkt las, beim 29. KSW mitzumachen. Schon vor der Auslosung der Teilnehmenden hatte ich mir Gedanken gemacht, was ich nähen würde, würde ich denn gewinnen. Als ich dann las, dabei zu sein, nahmen die Ideen konkretere Formen an.

Dann kam der Umschlag mit dem Stoff ... und meine erste Idee war genau richtig.

Hier der Teaser:




Rosa/Pink ist überhaupt nicht meine Farbe. Dennoch habe ich tatsächlich Stoffe in diesen Farbtönen. Der von Julia ist der mit blau, die anderen sind aus meinem Bestand. Passen gut zusammen.















Ich mach' mich dann mal an die Arbeit ...

Montag, 11. Dezember 2017

Rucksack ruckzuck



Jedes Jahr bin ich aufs Neue begeistert, was sich Sophie von Näähglück für ihren Online-Adventskalender einfallen lässt! Den Taschenrucksack habe ich (fast) täglich mitgenäht.

Schnell und einfach, ohne viel drumherum. Bis auf die Kordel hatte ich alles zu Hause. Für das Futter habe ich Hosenstoff genommen, der beim Waschen leider weiße Streifen bekommen hat. Als Außenstoff habe ich ein Rest Möbelstoff verwendet. Für Klappe und Boden reichte mein Skai-Vorrat.

Beim ersten Durchlesen dachte ich, wunderbar einfach. Die Maße sind auf DIN-Formate ausgelegt und Papier zum Maßnehmen habe ich. Also, den Rest Möbelstoff auf Größe von 2 x DIN-A 4 zugeschnitten und mit einem Überwendlingstich vor dem Auffransen geschützt. Am nächsten Tag der Schreck: Ich hatte nicht auf Nahtzugaben geachtet! Um Papier und Tinte zu sparen, habe ich alles ohne Farbe und immer zwei Seiten auf ein Blatt gedruckt. Da ist mir das Zeichen mit der Nahtzugabe überhaupt nicht aufgefallen. Vom Futterstoff hätte ich noch genug für erneutes Zuschneiden gehabt, aber nicht vom Möbelstoff. Da ich die Nahtzugabe konsequent ausgelassen habe, fällt das bei den Schnittteilen gar nicht auf und ich bin mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden.






Vor allen Dingen bin ich über die Einfachheit dieses tollen Taschenrucksacks begeistert. Genial finde ich die Lösungen zum Umwandeln von Rucksack in Tasche und dem simplen "Stopper", der verhindert, dass sich das Taschenteil beim Tragen zusammenzieht.




Ich bin gespannt, was Sophie sich noch alles hat einfallen lassen. Ein "Spende" wird sie am Ende des Kalenders von mir auf jeden Fall bekommen.













Samstag, 2. Dezember 2017

Weihnachtsdeko



Es muss mal eine neue Weihnachtsdeko her! Und so habe ich mich entschieden, aus zahlreichen weihnachtlichen Patchwork-Blöcken zwei herauszufischen und sie als Wandbehang zusammen zu bringen.

Vom "I Wish You a Merry Quilt-A-Long" habe ich mir zwei ausgesucht. Der "Weihnachtsstern" war nach dem Nähen der Anleitungen der "6 Köpfe 12 Blöcke" absolut einfach nachzuarbeiten. Die Anleitungsbilder waren daher ausreichend, Sprachkenntnisse also fast nicht erforderlich 😉. Die "Geschenke" hingegen waren schon eine kleine Herausforderung. Die englische Beschreibung samt Bilder haben mir nur grob geholfen. Am Ende habe ich ausprobiert, aufgetrennt, anders genäht und irgendwann passte es. Ich finde das Muster übrigens sehr schön, auch wenn die Nähte nicht ganz aufeinander treffen. 




Der Tannenbaum ist zwar nicht meine Idee, die Maße allerdings schon. Er sollte wie die beiden anderen Blöcke auch das Endmaß von 12,5 x 12,5 Inch haben. Da ich gern mal ein Muster zeichnen und berechnen wollte, habe ich gar nicht erst im Internet gesucht. Anleitungen für Tannenbäume gibt es sicherlich viele. Aber so konnte ich mal wieder Buntstifte benutzen und ein wenig tüfteln. Das Nähen war wegen der geraden Nähte überhaupt kein Problem.




Für alle Blöcke konnte ich auf meinen Stoffbestand zurückgreifen. Es ist schon erstaunlich, was man alles entdeckt, begibt man sich erst mal auf die Suche. Das ist ja auch das Tolle am Patchwork; man kann auch aus kleinen Stücken noch etwas machen.




Mir gefällt das Gesamtbild sehr gut und ich freue mich schon darauf, die Weihnachtsdeko aufzuhängen.




Freitag, 1. Dezember 2017

Jetzt aber schnell

Jetzt aber schnell ...

Ganz nach dem Motto des 1. Tages beim Weihnachtsbingo ging es bei unseren Adventskalendern zu.  Ich wollte für unsere Jungs gern Adventskalender basteln bzw. nähen, die nicht soviel Standfläche in Anspruch nehmen. Fast wäre es doch wieder zu gekauften gekommen, wenn ich nicht zufällig beim Suchen nach neuen Nähideen über Youtube bei der DIYEule gelandet wäre. Die Idee ist nicht nur einfach, sondern auch schnell umzusetzen.

Das Warten auf die bestellten FatQuarter dauerte mir viel zu lange; was aber daran lag, dass ich unbedingt loslegen wollte. Jeder Kalender besteht aus sechs FQ, Vlies sowie der Rückseite. Am Ende kam ich auf die Größe von jeweils ca. 55 x 60 cm.



Bei den Füllungen gab es wieder Gelegenheit zum Grübeln - was kann man einem 10-jährigen und 7-jährigen Kleines schenken? Am Ende bin ich doch noch fündig geworden: Knapp die Hälfte besteht aus kleinen Süßigkeiten, die andere Hälfte setzt sich aus kleinen Notizheften mit genähter Hülle und  passendem Stift, Schlüsselanhänger, Gutscheinen für Kinobesuche, Bücher und Hörbücher usw. zusammen.

"Jetzt aber schnell" hieß es, weil das Zusammensammeln der kleinen Geschenke dauerte (bin erst am Montag damit fertig geworden), das "Verpacken" dauerte nur einen Abend, mein Mann hatte aber erst Donnerstag Abend, also am 30.11.2017, Zeit, die Kalender im Eßzimmer aufzuhängen.

Unser Kleiner wollte gleich das erste Türchen öffnen; musste sich aber bis heute gedulden 😊. Die Finger waren jedenfalls schon neugierig: "Mama, in 14 ist nichts drin!" Das stimmt, dort steckt nur ein Zettel mit dem Text "Mama fragen", den er aber aufgrund des doppellagigen Stoffs nicht fühlen kann. An mehreren Tagen steckt eine Notiz im Kalender, weil ein Buch bzw. Hörbuch und ein paar andere Teile nicht in die Taschen passen.


Mal sehen, wie weit die beiden ihre Neugier im Griff haben. Richtige Verschlüsse für die 24 Einstecktaschen habe ich nämlich nicht gefunden. Als Lösung habe ich nun aus rotem Papier Kreise ausgeschnitten und mit ausgestanzten weihnachtlichen Motiven beklebt und beschriftet. Befestigt sind sie nur mit Stecknadeln, die auch gleichzeitig die Öffnung verschließen. Und hier ist der Knackpunkt: wenn die beiden es darauf anlegen, könnten sie locker kurz spiekern und dann die Öffnung wieder verschließen.


Mal sehen, ob die Jungs auch Freude an den Kalendern haben. Ich hatte jedenfalls welche bei Nähen!

Dienstag, 12. September 2017

Neues Outfit



In der letzten Zeit habe ich soviel gepatcht, dass die Einladung zu einem Geburtstag genau richtig kam. Ich habe ausreichend Bekleidung, wollte aber mal gern wieder eine Hose und/oder Bluse nähen. Der Geburtstag ist dafür eine tolle Gelegenheit. Stoffe für Hosen und Blusen habe ich ein paar auf Vorrat und hier passen sogar der Hosenstoff (stoffe.de) mit dem Blusenstoff (stoffkorb.de) wunderbar überein.
 

 
Das Schnittmuster für die Bluse ist die "Cheyenne" von HeyJune Patterns. Das Original-Schnittmuster habe ich schon öfter verwendet. Allerdings hier mit der Abwandlung, dass ich das  Rückenteil in einem Stück zugeschnitten habe und nicht wie angegeben, geteilt. Um es einfacher zu machen, habe ich dieses Mal auch nicht mit französischen Nähten gearbeitet, sondern mit ganz einfachen. Dadurch sind die Nähte natürlich nicht so schön, aber es ging schneller. Ich stand ja etwas unter Zeitdruck, da ich noch unbedingt die Hose schneidern wollte. Außerdem liegen sie sowieso innen und sind somit nicht sofort sichtbar.




 

Das Schnittmuster mit Anleitung ist gut nachzuarbeiten. Genäht habe ich bestimmt schon vier Cheyennes und werde noch weitere produzieren.

Die Hose ist eine Maßarbeit. Dafür gibt es kein käufliches Schnittmuster! Anfang des Jahres fand in unserer Volkshochschule das erste Mal ein Kurs zum Thema "Hosen-Schnittmuster erstellen" fand. Ich war vom Programmangebot sofort begeistert und später erleichert, dass der Kurs stattfand! Meistens fallen bei uns Kreativ-Kurse wegen zu geringer Teilnehmerzahl aus.
Konstruieren eines Schnittmuster hat, überraschenderweise, viel mit Mathemathik zu tun. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Das Probeteil sitzt eigentlich ganz gut, aber der Stoff der neuen Hose hat eine feinere Qualität, so dass diese Hose anders fällt. Aber dank des Buchs "Perfekte Passform" konnte ich die gröbsten Falten im Bereich des Gesäß' wegnähen.

Beide Teile könnten besser sitzen, ich freue mich aber dennoch über die stimmigen Farben und dass ich sie rechtzeitig für den Geburtstag am Samstag fertigt bekommen habe.

Wenn ich jetzt noch Schuhe machen könnte ...


Als nächstes geht dann wieder mit Patchwork weiter 😊

Dienstag, 5. September 2017

DIE musste ich auch noch machen

Genau, die musste noch sein, die Sew Together Bag.

Viele Beschreibungen und Bilder hatte ich mir angesehen und jedes mal gedacht "so eine schöne Tasche". Oft war ich kurz davor, die Anleitung zu kaufen und habe es dann doch sein lassen.


Da unser Sohn jetzt Sport in einem etwas weiter entfernten Ort ausübt, ist die STB  genau DIE Tasche um Handarbeitsachen mitzunehmen. In der Stunde, in der er Selbstverteidigung übt, sitze ich entspannt im Auto und lese, häkle, sticke oder nähe etwas mit der Hand. Bisher habe ich jedesmal alle Zutaten wie Nadeln, Schere, Garn usw. neu gepackt. Nun kann ich in den sieben Unterteilungen der STB alles sortiert verstauen und habe alles dabei, was ich an kleinteiligem Zubehör brauche.




 

Für die größeren Zubehörsachen wie Wolle, Stickrahmen usw. werde ich auf meine bisherigen zahlreichen Taschen zurückgreifen.  Die Auswahl ist ja groß genug 😊, hier muss ich nicht jede Woche neu packen.


Unter dem Aspekt, alle Kleinteile griffbereit zu haben, war der Kauf des Schnittmuster dann doch fast eine Kurzschlussreaktion. Auf mal hatte ich die Anleitung, konnte den Reißverschluss besorgen und habe dank der Tipps anderer Bloggerinnen und nicht zuletzt der absolut tollen deutschen Anleitung von "G'macht in Oberbayern" meine STB genäht. Einschließlich Nadelkissen und Bändchen für Nähnadeln ist sie komplett.

 
Stoffe hatte ich auch für dieses Projekt genug. Da die Stoffejedoch nicht breit genug waren, habe ich jeweils zwei zusammengenäht und so das Stoffpaket gut verwendet. Eine Unterteilung besteht sogar aus vier verschieden Stücken.

Noch ein paar Anmerkungen zur "Herstellung". Bis auf die Nähte des Außenreisverschlusses und des Bindings ist alles mit der Nähmaschine genäht. Beim äußeren Reißverschluss habe ich die erste Näht auch mit der Maschine gemacht, aber die zweite Naht mit der Hand. Da ich die Naht verdeckt habe wollte und  ich beim Warten auf den Sportler Zeit hatte, konnte ich wirkliche Handarbeit leisten.


Wie viele andere auch, war ich vom scheinbaren Aufwand abgeschreckt. Aber nun, nach Abarbeiten der deutschen Anleitung und dem Nähen, kann ich mich den vielen anderen anschließen und sagen, "gar nicht so schwer, dass war nicht meine letzte".